Trendstudie 2030 für Immobilienverwaltungen

Digitalisierung und Konsolidierung als Chancen 

Der Markt der Immobilienverwaltungen befindet sich im Umbruch. Die Trendstudie 2030 beleuchtet, welchen Chancen und Herausforderungen Immobilienverwaltungen in Deutschland in den kommenden fünf Jahren entgegensehen und wie Technologie sie zukünftig noch besser unterstützen kann.

Die Immobilienverwaltungen in Deutschland sehen die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als wichtige Treiber für die zukünftige Geschäftsentwicklung an. Dabei wird die Cloud eine immer bedeutendere Rolle spielen. Digitale Chancen werden von den Befragten als deutlich erfolgversprechender eingestuft als konventionelle Wachstumsstrategien wie die Erhöhung der Verwaltungspauschale, die Einführung von Sonderhonoraren oder die Erschließung neuer Objekte. Vor allem Mitarbeitende aus der Buchhaltung und Objektbetreuung äußern den Wunsch, digitale Initiativen in ihrem Immobilienverwaltungsunternehmen voranzutreiben. Diese Bereitschaft kann die Geschäftsleitung nutzen, um digitale Projekte erfolgreich umzusetzen.

Größte Herausforderungen: Bürokratie und Fachkräftemangel 

Neben der überbordenden Bürokratie benannten die Befragten den Fachkräftemangel als größte Bedrohung für das eigene Geschäft. Auch hier kann Digitalisierung durch die Automatisierung von Prozessen helfen, Mitarbeitende zu entlasten. Kundinnen und Kunden wiederum können dank digitaler Lösungen besser betreut werden. Gerade im Zuge des demografischen Wandels und des Ausscheidens erfahrener Mitarbeitender wird eine wirksame Mitarbeiterbindung sowie die Steigerung der Unternehmensattraktivität immer wichtiger, um neue Mitarbeitende zu gewinnen. Moderne IT-Strukturen, flexible Arbeitsmodelle und Entwicklungsperspektiven zählen in diesem Kontext unabhängig von der Unternehmensgröße zu den zentralen Wettbewerbsfaktoren als attraktiver Arbeitgeber.

Trendstudie 2030 für Immobilienverwaltungen

Erfahren Sie, was Verwaltende in den nächsten fünf Jahren erwartet - und wie Sie davon profitieren können!

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Generationenwechsel und Marktkonsolidierungen

Viele Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilienverwaltungen nähern sich dem Ruhestand. Mehr als die Hälfte ist zum Zeitpunkt der Umfrage über 55 Jahre alt und bereitet in Teilen schon den Verkauf oder die eigene Nachfolge vor. Konsolidierungen im Markt bieten signifikante Potenziale insbesondere bei digitalisierten Unternehmen. Denn sie sind aufgrund ihres hohen Automatisierungsgrads in der Lage, das eigene Geschäft schnell zu skalieren.

Fazit

​Insgesamt lassen die Studienergebnisse* auf positive Aussichten für die Branche schließen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass kleinere, schwach digitalisierte oder ineffiziente Immobilienverwaltungen nur bedingt von zukünftigen Chancen profitieren können und besonders stark unter dem Fachkräftemangel und den regulatorischen Auflagen leiden werden. Während insbesondere erfahrene Verwalterinnen und Verwalter, die kurz vor dem Ruhestand stehen, äußerst positiv in die Zukunft blicken, zeigt sich die jüngere Generation deutlich pessimistischer in ihrer Erwartungshaltung.


* Trendstudie 2030 für Immobilienverwaltungen, Herausgeber: Aareon, September 2025. Die Studie zählt 214 Teilnehmende.
Dr. Jannik Westram

Product Marketing Expert Aareon
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